2017: Gekommen, um zu bleiben

Hallo und guten Tag,

wie bereits vor Wochen dramatisch angekündigt, folgt nun endlich ein Ausblick für das Jahr 2017. Mitte März scheint mir ein geeigneter Moment, um einen solchen Beitrag zu schreiben, immerhin hatte ich so die Möglichkeit, die ersten Monate des neuen Jahrs ausführlich zu evaluieren und mir neue Ziele zu setzen. Scherz beiseite – mein Zeit-Motivations-Level und -management hat einen literarischen Erguss zu einem früheren Zeitpunkt einfach nicht zugelassen. Schande auf mein Haupt. Oder auch nicht, immerhin sind meine Haare frisch gewaschen.

Tatsächlich halte ich nicht viel von Jahresausblicken, Wunschzettel und Neujahrsvorsätzen. Meiner Meinung nach sollte frau*man ihr*sein Leben dann ändern, wenn sie*er unzufrieden ist und nicht, weil die Uhr Mitternacht schlägt und der Kalender vom Vorjahr in die Tonne wandert. Im übrigen halte ich auch nichts von Briefen an den Nikolaus oder Weihnachtsmann – schon als Kind nicht. Heute bin ich auf meine semi-rebellische Ader stolz: Schon damals war mir klar, dass ich mir meine Wünsche selbst erfüllen muss und mich nicht auf alte, weiße Männer verlassen sollte. Unwichtig, aber dennoch erwähnenswert auch die Tatsache, dass Briefe an Nikoläuse und Zahnfeen in meiner Familie nicht wirklich relevant waren. Rebellin war ich trotzdem.

Zurück zum Thema: Natürlich habe ich dennoch eine Liste mit Zielen und Plänen. Zwei Listen – eine für die Arbeit, eine für mein restliches Leben. Drei. Vier. Okay, ja, ich habe heute ein neues Notizbuch gekauft, um meine sechs (!!!) Listen in einem Dokument zu haben. Das funktioniert bestimmt. Ich habe auch Stempel, Sticker und buntes Klebeband, um etwas Farbe in meine Listen zu kriegen. Ich kann gerne einen Erfahrungsbericht schreiben, falls Bedarf besteht – meine erste, sehr realistische, Einschätzung: Meine Listen bleiben grau, auch, weil ich bevorzugt Bleistifte verwende.

Nachdem wir nun also geklärt haben, dass ich eine Listen-Fanatikerin bin, aber keine Frau von Vorsätzen, können wir uns gerne meinen Listen, Plänen und Vorsätzen widmen. Ich stelle mir gerne vor, dass meine treusten Leser*innen nun erschrocken die Augen aufreißen: Ein Plädoyer gegen Vorsätze und dann Vorsätze haben? Ich sehe die Ironie und Heuchelei, aber zugegeben: Pläne und Vorsätze sind ein Topf mit gleichem Deckel, beinahe zumindest. Pläne sind ausgereifter und realistischer, Vorsätze sind idealistischer und ein Witz, aber im Grunde wollen wir damit unser Leben in geordnete(re) Bahnen lenken. Außerdem kann frau*man mir zugute halten, dass ich offen zu meinem Prinzipienbruch stehe – und nicht wie jede*r xbeliebige Blogger*in ankündige, dass ich keine Vorsätze haben, um dann ab dem nächsten Tag vegan zu leben und im Fitnessstudio zu wohnen (nichts gegen Veganer*innen und Sportler*innen, aber ihr seht in etwa, was der Punkt ist. Falls nein: Der Punkt ist Heuchelei.).

Bisher habe ich noch kein Wort zu meinen Planungen für 2017 verloren, aber immerhin in knapp 400 Wörtern ganz effektiv Spannung aufgebaut. Nicht. Was sind also meine Träume, Wünsche, Planungen und geplante Enttäuschungen für 2017? Selbstverständlich habe ich ähnliche Vorsätze wie alle – ganz so besonders bin ich dann doch nicht. Im Grunde akzeptiere ich mich und mein Leben, trotzdem habe ich für 2017 den Wunsch, dass ich mehr Sport treibe und gesünder esse. Traurig, aber wahr. Ich behaupte zwar gerne, dass es nur daran liegt, weil ich durch den Sport weniger schlapp im Alltag bin, aber hey, wir wissen doch alle, was dahinter steckt: Marketing und falsche Schönheitsideale. Ich wäre gerne immun, bin es aber nicht. Aber Einsicht soll bekanntlich ja der erste Schritt zur Besserung sein. Falls es euch beruhigt: Mehr Sport und gesunde Ernährung sind auch meine geplante Enttäuschungen für 2017. Die Datenlage nach den ersten Monaten im neuen Jahr bestätigen meine Vermutung.

Meine eigentlichen Pläne und Ziele für 2017 sind mehr oder minder ausgereift, aber tatsächlich realistischer als der oben genannte Vorsatz – wie gesagt, ich bin kein Fan von Vorsätzen. Geplant ist, dass ich meine erste Steuererklärung mache und endlich die letzten Möbel für meine Wohnung kaufe. Spannung steigt nicht. Geplant ist auch, dass ich in diesem Jahr meine Familie und André häufiger sehen will, häufiger reisen will und häufiger in der Sonne sitzen will. Mein Ziel ist es, dass ich mich selbst weniger ernst und wichtig nehme in diesem Jahr, von meinem hohen Ross runterkomme und endlich – ENDLICH –  ein richtiges Privatleben neben der Arbeit habe. Ich mag meine Arbeit zu sehr, was ein großes Problem ist, denn Entspannung und Abschalten sind aktuell Fremdworte.

Genug gejammert, bisher scheinen meine Pläne doch ganz rosig, realistisch und beinahe umsetzbar. Ich arbeite auch schon eifrig an der Umsetzung meiner Listen, unter anderem habe ich einen supercoolen Beitrag über meine Pläne für 2017 geschrieben. Check. Die Liste für den heutigen Tag sieht außerdem noch die Intensivreinigung meiner Wohnung und ein Besuch im Fitnessstudio vor – Zeit für eine Pro- und Kontra-Liste! #prokrastinationkannich

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