Morgenstund hat Gold im Mund

Guten Morgen ihr Banausinnen und Banausen, Langschläferinnen und Faulpelze,

ich bin zurück, in voller Lautstärke und mit vollem Karacho – und das seit vier Uhr in der Frühe. Ohne Fleiß kein Preis oder aber auch: I need a dollar, dollar, dollar is what I need (Achtung: Englisch, zu Deutsch: Geld ist mein Lebenselixier, ich kleine Kapitalistin). Scherz beiseite.

Da mich mein Leben zu sehr einspannt, nutze ich die frühen Morgenstunden, um nicht nur den Sonnenaufgang herbeizusehnen (Notiz an mich: Der Sommer ist vorbei ergo [schlaues Wort, ole!] kein Sonnenaufgang), sondern auch, um meinen Verpflichtungen als mehr oder minder verantwortungsbewusste Bloggerin nachzukommen. Tatsächlich ist in den letzten Minuten, Stunden, Tagen und Wochen auch einiges gelaufen und gefahren, aber rollen wir das Feld nicht von hinten oder vorne auf, sondern fangen einfach mittig an.

Nachdem der Brasil Boy mich gegen Anfang September in Berlin zurückgelassen hat, um heiße Abenteuer in Südamerika zu erleben oder einfach nur, um von seiner Familie in die Arme geschlossen zu werden, habe ich meine Zeit natürlich nicht Zeter und Mordio schreiend im Bett verbracht. Zumindest nicht die ganze Zeit. Vielmehr habe ich die Möglichkeit genutzt, um eigene heiße Abenteuer zu erleben. Mein Ziel: Reichartshausen, Kraichgau, bei Heidelberg, Mannheim, Frankfurt, Süddeutschland. Allerdings war mein heimisches Nest nur ein kurzer Stop auf dem Weg nach München, der mich nicht nur meinen Lebenswillen, sondern auch mein smartes Telefon gekostet hat. Scherzchen. Ganz so verbittert bin ich nicht. Mein Telefon hat sich trotzdem verabschiedet. Es folgt: Eine ganze Woche im Zeitalter der Digitalisierung ohne einen Zugang zur digitalen Welt. Der Stoff aus dem Filme gemacht sind.

Zurück zum Thema und das Thema ist München. Wieso die waghalsige Reise in den bayerischen Freistaat? Die Einladung zu einer Filmpremiere und das Flanieren über den roten Teppich erschienen mir überzeugend. Wer hätte ahnen können, dass der rote Teppich und mit ihm auch Jugendschwarm Elyas M’Barek mich zurückweisen? Zugegeben: Der allseits beliebte und häufig fotografierte rote Teppich beschreibt vielmehr einen kurzen, rot-ausgelegten Abschnitt in einem Münchener Kino. Falls nun Träume wie eine Seifenblase zerplatzen, tut mir das nicht Leid. Das Leben ist kein Pony-, Pferde- oder Einhornhof. Es ist nicht alles rosa und glitzert. Die Zurückweisung durch Herzbub Elyas (ich gehe einfach davon aus, dass wir uns duzen – hi Elyas)? Das Fangirl in mir wünscht sich nach wie vor, dass dieser Moment von einer Kamera erfasst wurde. So bleibt mir nur eine doch recht schnell verblassende Erinnerung.

Wie befinden uns nun in Berlin, im Alltag und dem Arbeitsleben. Ihr lest und hört und staunt richtig: Ich arbeite immer noch und ich mag es sogar. Und das sage ich nicht nur, weil etwaige Kolleg*innen meinen Blog lesen (könnten). Es ist und bleibt spannend. Auch für euch, immerhin habe ich arbeitsbedingt nicht nur einen goldenen Koffer (ja. Er ist gold.) gekauft, sondern reise auch nach Tirana, Albanien, Südosteuropa, Balkanhalbinsel. Wie so oft werde ich also meinen ganz persönlichen Jahrestag, meine längste Beziehung, mein Vierteljahrhundert, fernab von Familie, Freundinnen und Freunden, verbringen. Ich muss schon verdammt cool  (Achtung: Englisch, zu Deutsch: toll,wahlweise auch kalt) sein.

Ihr schreit verzweifelt nach einer Zugabe? So sehr langweilt euch euer eigenes Leben, dass ihr euch an meiner Achterbahnfahrt ergötzen müsst? Ihr Glücksschweinchen – tatsächlich habe ich noch das ein oder andere Schmankerl, das ihr euch auf der Zunge zergehen lassen könnt und für neuen Gesprächsstoff sorgen wird. Einen Teil meines ersten Gehalts habe ich, gezwungenermaßen, in ein neues, smartes Telefon investiert. Es ist neu und smart. Ich brauche ein Sofa, laut diversen Rückmeldungen wirkt meine Wohnung noch etwas unvollständig. Außerdem habe ich Wein getrunken, Kuchen (und mehr) gegessen, gefühlt und tatsächlich hunderte Kilo zugelegt (nahtloser Übergang von der Sommerrolle zum Winterspeck – erledigt) und meine geliebte Tabea – das Tabblinger – wieder entdeckt und getroffen. Das Leben ist schön, zumindest manchmal. Der Rest ist privat.

Mit diesem – ausnahmsweise – doch recht positiven Ausblick entlasse ich euch in euren grauen Alltag und triste Leben. Bye Bye Bye (Achtung: Englisch, zu Deutsch: Tschau mit Au).

PS: Weil mein altes, smartes Telefon – diese treulose Tomate – mich ohne Vorwarnung im Regen hat stehen lassen, halten sich die fotografischen Ergüsse in Grenzen. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte? Das halte ich für ein Gerücht.

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