Designmarkt in Kopenhagen.

Hallo Freundinnen und Freunde der Nacht und des Tages,

wieder einmal verbringe ich die Zeit nicht mit meiner akademischen Laufbahn (, die sich endlich – ENDLICH – dem Ende zuneigt), sondern mit meinem wunderschönen Blog. Aber immerhin in der Bibliothek. Der Wille zählt. Schöner wäre allerdings, wenn ich auch nur die klitzekleinste Kleinigkeit mitteilen könnte. Überraschenderweise ist mein Leben nur wenig spannend – ich weiß, die meisten atmen nun ganz entsetzt auf.

Aber tatsächlich. Abgesehen von der alltäglichen Fahrradtour zur Universität passiert doch recht wenig. Ich verstehe gar nicht wie weltberühmte (oder nur deutschlandweite) Bloggerinnen und Blogger (und die, die es gerne wären – schuldig in allen Anklagepunkten) sich wöchentlich, täglich, beinahe minütlich die wahnwitzigsten Themen aus den Fingern saugen. Wobei mir da ein Verdacht kommt: Viele der Möchtegernbloggerinnen und -blogger beschreiben ausgiebig ihre Mahlzeiten. Und den Zubereitungsprozess. Inklusive Bilder. Und für die wirklichen Dummbatze (Hände hoch!) auch noch per Snapchat.

Ach halt. Ich habe ja tatsächlich etwas gemacht. Mit vor stolz platzender Brust habe ich meine Mitbewohnerin Ka Wai auf einem Designmarkt in Kopenhagen unterstützt. Erst einmal sollte geklärt werden, was genau denn ein Designmarkt ist. Ein Designmarkt ähnelt in beinahe jeder Hinsicht einem Flohmarkt, nur auf höherem Niveau. Nicht nur war der Markt in einer ziemlich coolen Halle, auch der gebotene “Krempel” übersteigt jegliche Erwartungen und Geldbeutelinhalte. Design, ihr versteht. Was genau ich dort erlebt habe, folgt jetzt. Es ist super spannend. Also bleibt dran.

Sonntag. Der Wecker klingelt, aber ich bin schon vorher wach – ich Rebell! Am frühen Morgen oder vielleicht auch mittelspäten Vormittag brechen Ka Wai, Pavel und ich auf in die Weltstadt über der Öresund-Brücke – Kopenhagen! Naiv und unschuldig, wie wir sind, haben wir uns in Kopenhagen dazu entschieden, un zu Fuß auf die zwanzigminütige Odyssee zum allseits bekannten Designmarkt zu begeben. Von Wind und Wetter zerstört, kommen wir zehn Minuten vor Einlass (ja, es gibt einen Einlass. Mit Eintritt.) an. Eine Halle, zwischen Nirgendwo und Nirwana, ist unser Ziel – und nicht nur das unsere: hunderte (Achtung: Übertreibung) Hipster, Möchtegern-Hipster, deren Followerinnen und Follower, Instagramehemänner und seltsamerweise eine erschreckend hohe Anzahl an Schwangeren pilgern zum Designmarkt – scheint beliebt zu sein. Tatsächlich habe ich mich, dank eines Mitarbeiterausweises, auf den Designmarkt gemogelt und somit den Eintritt gespart. Allerdings habe ich auch Ka Wai seelisch unterstützt – das zählt ja wohl als Mitarbeit!

Zeit also, mein hart verdientes Geld (Lacher) auf den Putz zu hauen. Oder auch nicht. Auch wenn ich mich in diverse Schmuckstücke verliebt habe. Darunter eine coole Mütze, eine Sonnenbrille aus Holz und eine Uhr aus Holz. Ich habe Holz für mich entdeckt. Falls mir jemand etwas schenken will – Uhr von WoodLovers und Sonnenbrille von TakeAShot sind herzlich willkommen. Neben den eben genannten Holzwaren (beide Shops sind übrigens aus Deutschland – dazu später mehr), gab es auch Unmengen an Schmuck, Kunst, Kleidung (in allen Formen und Farben) und Mützen (ich bin verzweifelt auf der Suche nach einer coolen Mütze, die ich dort gefunden, dummerweise aber nicht gekauft habe – okay, gefunden!), Möbel und Pflanzen. Genauer Kakteen. Ich mag Kakteen.

Interessant war außerdem, neben dem ganzen supercoolen Designmarkt-Zeug (#hipstershit), der Second-Hand-Bereich – ja, auch das gehört zu Skandinavien. So weit das Auge reicht tummeln sich Second-Hand-Boutiquen, tatsächlich sollte ich dieses Angebot viel intensiver nutzen als bisher – nämlich gar nicht. Ach,ich wäre ja gerne eine Person, die sich mit glühender Hingabe in Flohmärkte und Second-Hand-Läden stürzt und Schätze findet. Bisher habe ich dieses Lebensziel (#lifegoal) noch nicht erreicht. Aber es ist ja noch Zeit.

Jedenfalls. Ich habe Ka Wai auf einem Designmarkt unterstützt. Wow, ich hatte tatsächlich angenommen, dass meiner großen Ankündigung ein großer Beitrag folgt. Scheinbar nicht. Schade. Ach, ein humorvolles Schmankerl gibt es noch: Als ich mich mit den Jungs von TakeAShot (ich will eine Holzsonnenbrille sofort!) unterhalten habe – auf Deutsch – wurde ich zum ersten Mal in meinem jungen Leben gefragt, wo ich denn so gut Deutsch gelernt habe. Meine Antwort – “eeeeeeh ich bin Deutsche” – hat für Erstaunen gesorgt, denn scheinbar habe ich einen dänischen Akzent, wenn ich meinen urig-badischen Dialekt unterdrücke. Ich schätze (und hoffe und zerdenke es nicht), dass das ein Kompliment war – denn wie eine meiner heiß geliebten Freundinnen sagte – die Däninnen/ Skandinavierinnen sind doch immer so hübsch. Also auch ich. Auch wenn ich gerne eine Person wäre (wow, ich wäre gerne so viel – ich sollte es vielleicht auch einfach mal sein. Aber gut, frau ist ja auch nur ein Mensch.), dem Bestätigung nur minder wichtig ist, war das doch ein sehr (ziemlich) angenehmes Gefühl.

Jetzt bin ich fertig. Zurück zur Masterarbeit. Oder raus aus der Bibliothek. Und rein ins Bett.

Ach nein. Ich habe dummerweise entschieden sportlicher zu werden. Nach meinem Grilled Cheese Sandwich (#fancy) gerade eben (tatsächlich habe ich nur mein Käsebrot von heute morgen in den Backofen geknallt, aber gut), wollte ich Yoga für mich entdecken. Gut, es gibt ja auch immer noch morgen.

PS: Für alle die wissen wollen, weswegen Ka Wai auf dem Designmarkt vertreten war – checkt ihre Seite und lernt dazu.

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