Vorurteile. Dies & Das.

BANG-BOOM-BANG! Guten Abend ihr verrückten Entchen,

wie es scheint hat mich der Ehrgeiz gepackt – zwei Beiträge innerhalb von drei Tagen, ich bin eine wahre Musterbloggerin! Tatsächliche versuche ich die Zeit zwischen Unlust an der Masterarbeit (,die tatsächlich einen Großteil meines Tages beansprucht) und übermannender (besser: überfauender) Müdigkeit zu nutzen, um etwas halbwegs Sinnvolles zu tun. Daher, hier und heute, mein wiederholter Auftritt. Olé!

Als ich die Idee für diesen Beitrag hatte (vor etwa drei Stunden auf dem Weg zur Toilette), fand ich sie durchaus angenehm. Das hat sich inzwischen geändert. Und auch meine Notizen diesbezüglich (, die sich auf die Schlagworte Schönheitsideal Schwedin beschränken,) geben nur wenig her. Wie gesagt: Ich gebe alles und mehr.

Back to the topic und zurück zum Thema. Ich weiß nicht, ob ihr euch der vorherrschenden Vorurteile gegenüber Schweden, insbesondere den Schwedinnen gegenüber, bewusst seid. Oder den Stereotypen, denen Deutsche, auch hier wieder speziell das weibliche Geschlecht (auch wenn ich die Herren der Schöpfung natürlich nicht auslassen möchte – aber da fehlen mir doch tatsächlich die persönlichen Erfahrungswerte), ausgesetzt sind.

Man könnte durchaus annehmen, dass beide Länder aufgrund der geographischen Nähe, der sprachlichen Ähnlichkeiten (meiner ganz persönlichen Meinung nach), der gemeinsamen EU-Mitgliedschaft, und mehr, mit ähnlichen Vorurteilen konfrontiert werden. Oberflächlich mag das auch der Fall sein. Sowohl von deutschen als auch schwedischen Frauen/ Mädchen/ Girlies & Girls/ [jede beliebige Bezeichnung für das weibliche Geschlecht solange sie meinen Standards entspricht] wird eine blonde Haarpracht und eine blauen Augenfarbe erwartet. Wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, man bedenke nur unsere historische Vergangenheit. Tatsächlich war es das auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Während der schwedische ‘Frauenmythos’ Größe, Schlankheit, beinahe oder ziemlich sicher Modelmaße, voraussetzt, sieht es für die deutschen Mädels ein wenig anders aus. Die weit verbreiteste Bezeichnungen wären wohl grob, unförmig, kurz kartoffelig. Passend dazu sind die Schwedinnen natürlich auch sportlich und fit, einfach traumhaft, während die Deutschländerinnen liebevoll als ‘Couch Potatoes’ abgestempelt werden. Die Schwedinnen sind ungeniert, die deutschen Frauen hingegen aggressiv (wem haben wir das wohl zu verdanken?!) und prüde. Ähnliches gilt übrigens auch für die Sprache: Schwedisch wird häufig als melodisch bezeichnet. Deutsch nicht. Daher auch die mehr oder minder schöne Schlussfolgerung: Schwedinnen werden weltweit gefeiert, von Frauen beneidet und von Männern begehrt. Vor den deutschen Frauen versteckt man sich hingegen lieber. Außerdem ist mir durchaus bewusst, dass Frauen insgesamt und weltweit mit weitaus mehr zu kämpfen haben als nur schnöden Vorurteilen. Die genannten Stereotype sind quasi das Sahnehäubchen auf dem ganzen Mist (Diskriminierung in beinahe allen vorstellbaren Bereichen, Sexismus [okay, ja, darunter können auch Männer leiden, vergleichsweise häufiger aber Frauen], Schwangerschaft, etc.), den wir ohnehin über uns ergehen lassen müssen. Ich weiß auch, dass sich die Vorurteile nicht nur auf Schwedinnen und deutsche Frauen beschränken. Nicht auszumalen wie es Mädels anderer Nationalitäten/ Religion /Hautfarben /Sexualität/ etc. ergeht. Und selbstverständlich ist mir klar, dass auch das männliche Geschlecht sein Päckchen zu tragen hat. Nur eben nicht ganz so viele wie die Frau von heute (und gestern und vorgestern) insgesamt. Und ja, überspitzt dargestellt ist es auch. Aber das soll auch so sein.

Wie ihr seht hat das weibliche Geschlecht aus Schweden sowie aus Deutschland mit einer Bandbreite an Stereotypen zu kämpfen – und sicherlich gilt, dass beide ihre Vor- und Nachteile haben. Wird man aber mit einer Schwedin verwechselt, wie das bei mir heute der Fall war (und der Grund dieses Beitrags ist), kann man doch durchaus davon ausgehen, dass man als schön wahrgenommen wird, oder? Oder eben einen gewissen Ruf weg hat (man bedenke: Schwedinnen werden ja auch in jeglicher und ganz spezieller Hinsicht als ungeniert betrachtet.) Problem ist leider (beziehungsweise eigentlich glücklicherweise), dass Malmö die so ziemlich vielfältigste Stadt in ganz Schweden ist – traditionelle Vorurteile gelten hier nur wenig – wie gesagt: glücklicherweise. Deshalb war die Verwechslung heute also wahrscheinlich nur das – eine Verwechslung. Und mein resultierender Denkprozess einfach nur eine weitere Form der Prokrastination. Schön finde ich mich heute, trotz Brille, Pickel und den Kilos zu viel, trotzdem. Und das Blondinen dumm sind, ist weltweit verbreitet, trifft Schwedinnen wie Deutsche, eigentlich jede Blondine, unabhängig ihrer Nationalität.Schön, dass man sich immerhin in einem Punkt einig ist.

Falls dieser Beitrag als sexistisch, rassistisch, xenophob oder homophob wahrgenommen wird, entschuldige ich mich im voraus – das war weder gewollt noch beabsichtigt. Falls er als humorvolle, aber unterschwellig kritische Glanzleistung bezeichnet wird, habe ich mein Ziel erreicht. Wenn nicht, auch egal. Beziehungsweise nein. Sollte mein Standpunkt nach wie vor nicht klar sein: Vorurteile gegenüber anderen Menschen sind nicht schön. Sie sagen nichts über eine Person aus, sondern vielmehr über den-/diejenige, die tatsächlich andere Menschen anhand ihres Geschlechts/ Hautfarbe/ Religion/ Sexualität/ etc. be- und verurteilt. So. Jetzt bin ich fertig mit meinem Palaver.

Ich glaube, ich habe selten etwas so extrem unpassendes für meinen Blog geschrieben..Sehr schön.

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