Dezember Teil 1 oder:

Alldeles för sent.

Frohe Weihnacht und einen schönen fast-dritten Advent und nachträglich die besten Grüße,

ein neuer Rekord wurde erreicht. Ein ganzer Monat ohne Blog, ohne mich, ohne Neuigkeiten, ohne Schmunzeleien, ohne ein Auf und Ab der Gefühle. November, der grauste aller grauen Monate, und keine Sina, die euch ein Lächeln auf die Gesichter zaubert, das Graue in den Keller verbannt und mit Farben um sich wirft wie so manch einer mit Scheinen.

Tatsächlich war einiges los oder auch nicht, letztendlich zählt, dass ich entweder keine Zeit hatte euch mit Delikatessen aus meinem Leben zu füttern oder Lust und Motivation ausverkauft waren. Oder eine Kombination. Aber hier und heute, genau jetzt, an eben jenem Tag, raffe ich mich auf, fege Staub und werfe diese Strohballen in die Tonne, die in jedem Film (meistens Western) gezeigt werden, um deutlich zu machen, dass nichts und niemand hier für längere Zeit vorbeigeschaut hat.

Während ihr euch dem Grau hingegeben habt, habe ich zwei meiner Masterkurse beendet, meinen Schwedischkurs abgeschlossen (beziehungsweise die letzte Aufgabe vor zehn Minuten an meinen Lehrer geschickt), einen Heimflug gebucht (oder war das tatsächlich schon im letzten Blog?), einen Hut gekauft, Sophie zum Mittagessen getroffen, einen Spaziergang gemacht, den ersten (und bisher einzigen) Schnee in Malmö fallen sehen, Lea noch einmal in Kopenhagen besucht, ein Vermögen für einen Weihnachtsmarkt ausgegeben,  dafür aber den Weihnachtsmarkt in Malmö in Grund und Boden gelacht, auf mehr oder minder faire Weise Kinokarten gewonnen und eine Grippe verschleppt, die mich jetzt an mein, inzwischen unbequemes, Bett fesselt. Und in einer Woche geht es endlich an den Flughafen und nach Hause. Wo ich sicherlich schon begeistert erwartet werde. Nicht. Oder, ach komm, doch, natürlich, alle freuen sich auf mich. Das klingt sehr viel ironischer als geplant.

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Hut und ich.
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Damals, im Herbst, nen Spaziergang gemacht.
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Natur, die erste.
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Natur, die zweite.
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Schnee und Meer und Mädchen.
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Polaroid.
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Kopenhagen in stilvoll.
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15€ Eintritt haben sich gelohnt. Ein bisschen zumindest.
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Quasi Sommer hier.
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Bisschen rasant.
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Chinatown in dänischem Weihnachtsschmuck.
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Malmöer Weihnachtsmarkt: 18:30 war dann Ende…
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Kinokarten mit Kinofreundinnen.

Und natürlich steht in dieser letzten Woche im kalten Norden, der tatsächlich weniger kalt ist als angenommen und gerüchteweise vor meiner Abreise verbreitet wurde, noch so einiges an: Mein Umzug in eine neue Wohnung (dazu ist auch ganz fest ein Blogpost geplant, um es nochmal ordentlich krachen zu lassen), gefühlte hundert Stunden Vorlesung für meinen letzten Masterkurs in diesem Semester, Weihnachtseinkäufe (hauptsächlich für mich, aber eventuell springt auch etwas für meine Lieben raus), meine Grippe weiter verschleppen, so wie sich das eben gehört, und Wäsche waschen. Wie gesagt – Plan ist voll. Und neben all dem Stress finde ich doch tatsächlich die Zeit, mich meinem Blog zu widmen. Herrje, da habe ich doch beinahe einen Preis verdient.

Und tatsächlich halte ich mich zum ersten und letzten Mal an den Vorsatz: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Während ich sonst immer alles gebe, um das Gegenteil zu beweisen, fehlt mir heute wortwörtlich der Atem dazu – es macht nur bedingt Spaß einen Blog zu schreiben, wenn einem das Hirn aus der Nase tropft. Ich bin mir fast sicher, dass das gerade passiert, anders kann ich mir diese Erkältung und meine fehlende Wortgewandtheit (man siehe: “Hirn aus der Nase tropft”) einfach nicht erklären. Außerdem erinnere ich mich nur noch bedingt an November. Was eventuell doch auch besser ist.

Wieder einmal wiederhole ich mich und verspreche mich auf jeden Fall öfter blicken zu lassen (oh, das habe ich mir sogar fast selbst geglaubt) und von den Langweiligkeiten meines Lebens in aller Länge und Breite zu berichten. Aber bis dahin, seid euch meiner Liebe versichert und meinem schlechten Gewissen, euch so lange unbeaufsichtigt zu lassen. Ich kann nur wenig zu meiner Verteidigung sagen und tatsächlich möchte ich das auch nicht – denn, ehrlich mal, wen interessiert das denn.

Hasta la vista und Adieu, ihr Lebkuchenherzen und Glühweintrinkerinnen und -trinker. Ich tropfe.

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