Oktober Teil 1 oder:

Peace, nöje, pannkaka.

Guten morgen und god morgon Ihr pippi langstrümpfe und michels aus lönneberga ,

mein letzter Beitrag liegt schon wieder mehr als zwei Wochen, 14 Tagn oder auch 336 Stunden zurück. Regelmäßigkeit ist nicht meine Stärke. Aber da es heute regnet, ich mich noch im Bett befinde, erst heute Nachmittag Schwedisch habe (und nein, ich bin nicht motiviert), ich meinen ersten Kurs im Master-Programm (hoffentlich erfolgreich) abgeschlossen habe und meinen zweiten Kurs, der gestern begonnen hat und etwa hunderttausendmillionen Seiten Lesestoff bis Donnerstag verlangt, hervorragend ignoriere, habe ich tatsächlich ein klitzekleines Zeitfenster gefunden, das ich euch, ohne viel Trara und Umschweife, widmen kann. Leider habe ich verdrängt und verleugnet was in den letzten 16 Tagen passiert ist, aber ich zerbreche mir mein hübsches, verschlafenes Köpfchen, um euren Anforderungen gerecht zu werden.

Da ich nur bedingt Lust habe, heute irgendwas qualitativ hochwertiges auf die Beine zu stellen, wird das hier und heute nur ein kleiner Ausschnitt eines größeren Ganzen oder mittelmäßigem Halben – jedenfalls wird es nicht gut. Was also ist in den letzten 16 Tagen passiert?

Zum einen, wie die gewissenhafte Folgschaft weiß, war mein Geburtstag. Zugegeben: Keiner meiner Geburtstage war bisher so…ereignislos. Oder unspannend. Nachdem ich Mitternacht gekonnt verschlafen habe, und so gegen halb 1 oder auch 00:30 Uhr von dem Brasil Boy geweckt wurde, habe ich den restlichen Tag verschlafen, im Joggingstyle, alleine, verfressen, verbracht. Joggingstyle ist der Style für Gewinnerinnen. Und Gewinner. Und abends mit einem Bier (dieses Mal tatsächlich weder verschlafen noch alleine) auf mich angestoßen – ein gelungener 24. Geburtstag. Mit dem Alter wird man eben doch anspruchsloser. Und weniger feierwütig. Außerdem ist Dienstag ein ganz grauenhafter Tag zum Geburtstag haben. Immerhin aber wurden meine engsten Facebook-Freundinnen und -Freunde an meinen Ehrentag erinnert – HipHipHurra!

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Geburtstag-Kanelbulle, die erste. Aus diesem Grund nur eine Kerze, nicht aus Platzmangel für 23 weitere.

Was gibt mein spannendes Leben noch her? Die letzte Woche war etwas stressig – zum Abschluss meines ersten Kurses wurde doch glatt ein wunderschön großes Essay verlangt – 4.000 Wörter, 1 Woche – eigentlich kein Unding, sollte frau meinen. Eigentlich. Denn leider war es ein Unding, dass mich trotz täglichen Treffen mit Menschen aus meinem Kurs zu einem Einsiedler hat verkommen lassen. Ah, halt stopp. Vor meinem Leben als Einsiedler war ich mit dem schwedischen Redhead am Strand picknicken. Bei Wind und Wetter, verfroren und zerzaust, aber wir waren am Strand. Mit Foto-Session und Selfiestick.

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Naturfreundinnen.
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Für Kennerinnen und Kenner: Mein aktuelles Facebook-Profilbild.
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Endlich gibt es ein Gesicht zu dem Namen Magnus. Hier in Orange.
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Selfiestick, die erste.
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Selfiestick, die zweite.
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Ich lenke den Fokus hier nur ungern auf mein schlank aussehendes Bein. Wirklich nur ungern.

Gestern, endlich, wieder Zeit für ein social life (Achtung: Englisch, zu Deutsch: soziales Leben d.h. raus aus dem Einsiedler, rein in die Nacht) – einziges Problem (neben noch zwei weiteren Problemen: Der neue Kurs startet, verlangt viel, ist langweilig, aber was soll der Geiz, denn obwohl man nur einmal lebt und dieses Leben in vollen Zügen genießen soll (so viel zu den schlauen Sprüchen), kann man sicherlich drei bis vier Wochen verschwenden. Vielleicht lernt man dann das Leben doch mehr schätzen. Ich bezweifel es, aber was weiß ich schon. Mit 24 rein gar nichts. Ein weiteres Problem ist sicherlich, dass ich mein Einsiedler-Leben lieb gewonnen habe – wie gesagt: Joggingstyle. Mehr Argumente braucht es nicht, gibt es aber. Wer nun aber glaubt, dass ich meinen Gelüsten einfach schwach nachgebe, täuscht sich – apropos Gelüste: Nachdem ich gestern entschieden habe, dass ich gerne etwas gesünder leben will, habe ich mir zur Feier dieses neuen Entschluss doch glatt den schokoladigsten Kuchen aller Schokokuchen gekönnt – mit Sahne. Who can the can (Achtung: Englisch, zu Deutsch: ich mach was ich will und ihr seid alle doof). Zurück zum Thema: Ich war schön, bei grauem Himmel zwar, in einem Park. Mit Menschen. Und danach sogar noch in einem Café und einer Kunstaustellung, die ich nicht verstanden habe.

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Parkfreunde.
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Nachdem ich meinen Vorsatz zum gesünderen Leben gefasst habe, habe ich mir das defintiv verdient.

Im socialisen (Achtung: Anglizismus, zu Deutsch: mit Menschen treffen, sprechen, Freundschaft schließen) bin ich Queen (Achtung: Englisch, zu Deutsch: Königin).

Und heute? Meine Park- und Caféfreundinnen und -freunde von gestern sind wandern. Ich wurde eingeladen. Zwei Gründe, die dagegen sprechen:

  1. Wandern ist Laufen. Laufen ist nicht mein Lieblingshobby.
  2. Mein Bett ist besser als Laufen. Fertig.

Und, selbstverständlich, der Schwedischkurs. Den ich mir natürlich nur ungern entgehen lasse. Nicht. Jag heter Sina. Ich heiße Sina. Weißte Bescheid.

Eine mitteilenswerte Info habe ich tatsächlich noch: Am Sonntag kommt das ungarische Redhead (diese ganzen Redheads verwirren mich) zu Besuch. Endlich können wir uns wieder gemeinsam dem verfressenen Einsiedlerleben widmen. Hoffentlich scheint die Sonne – andernfalls ist die bewusste Entscheidung, einen Sonnentag im Bett zu verbringen, nur halb so viel wert.

Nach diesem unheimlich positiven, literarisch hochwertigen Erguss, setze ich dem Spaß nun ein Ende. Unter anderem auch, weil ich duschen sollte. Vorausgesetzt ich möchte im Schwedischkurs mit Menschen sprechen. Ich überdenke das also nochmal.

Scherz beiseite – tatsächlich bin ich nicht ganz so verbittert und negativ wie dieser Eintrag vermuten lassen könnte. Womöglich habe ich anstatt der üblichen Brise Sarkasmus direkt einen Teelöffel voll genommen. Wie das Leben eben so spielt. Und jetzt bin ich wirklich fertig. Mit den schlauen Sprüchen und diesem himmelhochjauchzendem Eintrag.

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Peace out.

PS: Nächstes Mal dann wieder mit supertollen, zuckersüßen, ultrageilen und gleichzeitig superschlauen und gedankenvollen Abschiedsworten. Aber heute nicht.

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