September Teil 2 oder:

Gula vänner.

Meine lieben Minioninnen und Minions, möchtegern-minionnen und -minions (wortwiederholung unbeabsichtigt. Vielleicht.),

ich weiß, ich weiß, schon wieder sind weit mehr als zwei Wochen vergangen seit meinem letzten Lebenszeichen (15 Tage. Genau 15 Tage.) und ihr sterbt vor Langeweile, weil es in eurem Leben natürlich nichts spannenderes gibt als meinen literarisch herausragenden Blog zu lesen und euch über meine großen und kleinen Fettnäpfchen zu amüsieren. Daher heute eine große und großartige Überraschung – zwei zum Preis von einem: Ich versuche tatsächlich zwei Beiträge zu schreiben. Weil einfach so viel passiert ist. Und ich in Kopenhagen war – doch dazu im zweiten Beitrag mehr. Falls es einen zweiten Beitrag gibt. Kann hier natürlich nichts versprechen. Leider wird mein Schlafmangel in Kombination zum Fresskoma nicht zwangsläufig einen positiven Einfluss auf die Beiträge nehmen. Andererseits hat Hemingway (schlauer Moment, der auf Halbwahrheiten und Gerüchten beruht, die ich aus Fernsehserien kenne) Meisterwerke betrunken verfasst. Ich bin unsicher wieso ich euch diesen Fakt soeben mitgeteilt habe. Erwartet einfach nichts großes oder großartiges.

Kommen wir also zurück zur Ausgangslage: Minioninnen und Minions. Wie vor 15 Tagen angekündigt (siehe: der Eintrag von vor 15 Tagen) waren wir an eben jenem Samstag vor 15 Tagen auf einer Kostümparty, inklusive Gruppenkostüm. Wer die bisherigen Hinweise nach wie vor nicht entschlüsseln konnte, wird jetzt von der Qual der Wahl erlöst: Wir waren Minions. Wer nun nicht weiß was ein Minion ist, hat in seinem Leben entweder sehr viel falsch oder eben alles richtig gemacht.

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Bananapower!
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Spielkinder.
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Mädchens.
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Minion-Crew, fast vollständig.

Um einen langen Abend kurz zu machen (haha Scherz beiseite – es wird lang): Insgesamt war der Teil bis zum Rausschmiss ganz großartig. Nach Rausschmiss (weil Uhrzeit, nicht Trunkenheit) ging es leider nur noch bergab. Für den Rest des Abends, des Wochenendes und der darauffolgenden Woche. Die Leserinnen und Leser, die hier nur eitel Sonnenschein und Friede, Freude, Eierkuchen erwarten, werden nun leider enttäuscht und gebeten abzuschalten oder den Sicherheitsgurt anzulegen. Und die Menschen, die mein Scheitern hautnah miterlebt haben (oder über jegliche technischen Geräte virtuell hautnah dabei waren), können die nächsten 3 bis hundert Abschnitte getrost überspringen. Ausland ist eben doch nicht immer nur fun, fun, fun (Achtung: Englisch, zu Deutsch: Spaß, Spaß, Spaß).

Aber zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf (allerdings habe ich keine Ahnung wie man ein Pferd ordnungsgemäß aufzäumt – wahrscheinlich von vorne) und beginnen von vorne: Nachdem ich und ein Teil meiner Minions-Crew höflich, aber bestimmt, gebeten wurden zu gehen, habe ich, harte Bikerin, die ich nun einmal bin, versucht, mein hartes Bike (Achtung: Englisch, zu Deutsch: Fahrrad) von seinem harten Schloss zu lösen (hihi ich hab hart gesagt. Sogar drei Mal!). Leider war das Schloss zu hart (vier Mal) und hat weder dem Schlüssel noch meinem Druck nachgegeben. Der Schlüssel selbst jedoch konnte dem Druck nicht standhalten und ist glatt auseinander gebrochen – dädääääm. Mehr oder weniger glatt: Tatsächlich war nur noch schwer die Ausgangsform des Schlüssels erkennbar. Mein angetrunkenes Ich war dementsprechend verzweifelt – tatsächlich glaube ich, dass der Busfahrer des Busses, auf den ich notgedrungen umsteigen musste, mich noch kennt, da ich einen ziemlich dramatischen und tränenreichen Auftritt hingelegt hatte. Und er mich diese Woche sehr freundlich angelächelt und begrüßt hat. Und ich an eben jenem Samstag vor 15 Tagen die einzige Fahrgästin war.

Nachdem Sonntag relativ ereignislos, dafür aber kopfschmerzreich, war, hatte Montag doch noch einige Überraschungen in petto: Mein Fahrrad war nach wie vor an Ort und Stelle. Ein kurzes Hoch, gefolgt von einem tiefen Fall. Wie sagt man so schön: Hochmut kommt vor dem Fall – leider war ich dann den Rest der Woche auch in einem klitzekleinen, depressiven, dunklen Loch. Meinen Humor und Hunger habe ich trotzdem nicht verloren – Drama ist mein Element, Baby! Außerdem bin ich Stressesserin. Zumindest versuche ich mir das schon seit Jahren einzureden, um meine Figur zu rechtfertigen. Obwohl sie keinerlei Rechtfertigung bedingt, vor allem nicht vor dummen, arroganten, kleinen Dummbatzen, die in ihrem Leben nicht viel erreicht haben, außer die Kreditkarte ihrer Eltern zu nutzen. Emotionaler Ausbruch Ende. Mein Schlüssel konnte trotz aller Hoffnung nicht kopiert, repariert oder geklebt (tatsächlich hatte ich kurzzeitig eine Kleberolle in der Hand) werden (vielleicht war meine Hoffnung auch einfach zu groß – nachdem ich diese Nachricht bekommen habe, war wieder Land unter). Es musste also eine Person gefunden werden, die mein Schloss auseinander schneidet und mir ein neues Schloss verkauft: Kurze zwei Stunden, viele Tränen, ein bis drei bis hundert verzweifelte Ausbrüche und schlappe 35€ später war mein Fahrrad befreit und ich wieder auf dem Weg zur Besserung. Leider hat auch hier Schweden bewiesen, dass Fröhlichkeit mit keinem Geld der Welt (tatsächlich kann ich hier keine Erfahrungswerte geben – dazu fehlt mir das nötige Kleingeld) gekauft werden kann: Zwar hatte ich Magnus, mein Fahrrad, wieder. Mit ihm aber leider auch eine fette Erkältung. Was diverse emotionale Ausbrüche der letzten 15 Tage erklärt, meiner Meinung nach.

Kurz: Eine durchaus gelungene Woche. Die restlichen Tage der letzten zwei Wochen plus ein Tag waren dafür durchaus okay bis gelungen bis gut – es hat sich eine leichte Steigerung von Tag zu Tag abgezeichnet. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen. Ach, doch. Ich habe Blattspinat gekauft, ein riesiges Paket aus Deutschland von der wunderbarsten Familie erhalten (13kg nur Essen – selten so sehr über ein Paket gefreut), Erdnusssauce gemacht (nicht zwangsläufig meine beste Leistung, aber man konnte es essen. Wobei mich nur selten etwas vom Essen abhalten kann, daher ist das kein vertrauenswürdiges Kriterium), meine Prinzipien und Vorsätze wieder einmal über Bord geworfen und das sollte es schon fast gewesen sein. Doch ja, das war es tatsächlich schon. Kurze 900 Wörter später sind wir am Ende angelangt – hip hip hurra!

Die schlauen Abschiedsworte und Ratschläge, die ich natürlich sonst immer wie Kaugummi verteile (Ironie aus), behalte ich heute für mich, ihr könnt euch ja gerne auch mal selbst die hübschen Köpfchen zerbrechen.

Hejdo, ihr tauben Nüsschen (ich bin ein taubes Nüsschen, yeah, du bist ein taubes Nüsschen, yeah, WIR SIND ALLE TAUBE NÜSSCHEN!)!!! Das war Schwedisch. Und heißt Tschüss. Der taube Nüsschen-Teil ist Deutsch. Für alle, die Schwierigkeiten haben.

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