Juli Teil 1 oder:

The first cut is the Deepest, baby, i know.

Meine lieben Freundinnen und Freunde, Familie, Freundesfreundinnen und Freundesfreunde, Bekannte, Volk und Fans,

tatsächlich bin ich (wieder einmal) zurück und back in the game (Achtung. Englisch, zu Deutsch: zurück im Spiel). Weswegen, fragt ihr euch? Steht denn schon wieder eine spannende Auslandsreise an, die wir hautnah miterleben dürfen? Gibt es Neuigkeiten, die wir noch nicht kennen? Fühlt sich jemand (hier und heute: ich) wieder einmal zu wichtig und glaubt, dass sich jemand tatsächlich für ihr Leben interessiert? Fragen über Fragen, die nach Antworten über Antworten verlangen, die ich euch nur zu gerne entgegen kommen lassen. Entsprechend dem Tonfall der Frage. Zäumen wir das Pferd oder Pony von hinten auf und beginnen mit der letzten Frage, denn wie heißt es so schön: Die Letzten werden die Ersten sein.

Die einfache Antwort wäre: Ja. Ich fühle mich tatsächlich wichtig genug, bin arrogant genug, um anzunehmen, dass sich jemand für das Auf und Ab, durch Dick und Dünn, querfeldein und über Stock und über Stein meines Lebens interessiert. So einfach ist es aber nun einmal nicht – tut mir sehr Leid für alle, die nun enttäuscht vor ihren Bildschirmen, Tablets und Smartphones sitzen und die Mundwinkel hängen lassen. Aber gebt die Hoffnung nicht auf: Schon allein die Tatsache, dass ich einen Blog schreibe, zeugt doch von einer Art Wichtigtuerei, ihr könnt mir also nach wie vor gerne vorwerfen nach Aufmerksamkeit zu suchen wie ein Trüffelschwein nach einem Trüffel.

Wenden wir uns also den weniger einfachen Fragen und, dementsprechend, auch Antworten zu. Neuigkeiten gibt es, durchaus, jedoch auch Altbekanntes das, bei Bedarf, gerne noch einmal wiederholt wird. Um meiner getreuen Leserschaft die gleiche Ausgangslage zu bieten, fasse ich hier noch einmal zusammen: Im August verschlägt mich mein Leben (vielmehr die Entscheidung meinen Master im Ausland zu machen) für ein Jahr nach Schweden. Ein Jahr? Schweden? Welches Schweden?

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Das Schweden in Skandinavien, das Schweden mit Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga, das Schweden, das viele nur noch mit Ikea gleichsetzen und von dem viele annehmen, dass es nur Köttbullar zu essen und nur blonde Menschen zu sehen gibt. Da ich diesen Vorurteilen gerne auf den Grund gehen (und gleichzeitig auch einen Masterabschluss machen möchte), werde ich mich auf die Reise in den kalten Norden begeben. Die Planungen für dieses mehr oder minder große Abenteuer laufen mehr oder minder zufriedenstellend: Ich habe eine Wohnung und ein Fahrrad, eine Freundin mit einem großen Weinglas, einen Studiengang, der zumindest auf dem Papier interessant scheint und ein Redhead, das in dem nur 40 Minuten entfernten Kopenhagen ihr Master-Auslandssemester macht. Wie genau ich nach Schweden komme, wann genau ich vorhabe dort einzutreffen – das alles steht noch in den Sternen. Zusammengefasst: Ab spätestens dem 20. August lebe ich in Malmö, der drittgrößten Stadt in Schweden – ob das etwas zu heißen hat, kann ich leider noch nicht beurteilen.. Von Deutschland sogar, ganz einfach und in knapp acht Stunden ab Berlin, mit dem Bus zu erreichen.

Bis dahin verbringe ich meine Zeit jedoch nicht mit Däumchen drehen. Oder vielleicht doch, aber sollte dem so sein, wird auch das in internationalem Rahmen geschehen, denn natürlich sind wir hier alle very international (Achtung: Englisch, zu Deutsch: sehr international) – am Dienstag geht es (noch einmal und schon wieder) nach Brasilien, um meinen Herzbuben (genug der Schmeichelei) zu besuchen und noch ein letztes Mal die Sonne zu genießen bevor ich in den, gerüchtehalber, sonnenlosen Norden aufbreche.

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Weswegen ich den durchaus sonnigen und heißen Sommer (inklusive Sonnenschein) in Deutschland zurücklassen muss, um in den brasilianischen “Winter” zu reisen – ich kann es nicht genau sagen. Auch nicht, weswegen ich einen Flug über Miami gebucht habe und mich der amerikanischen Bürokratie hingeben darf. Es ist nun einmal so und ihr werdet alle daran teilhaben, dafür werde ich sorgen. Für die kritischen Stimmen unter euch, die sich nun fragen, wie eine arme, kleine, faule Studentin das zu finanzieren gedenkt, habe ich eine ganz einfache Antwort: Ich beute den Staat aus und nutze eure brav bezahlten Steuern, um mir ein aufregendes Leben mit heißen Rhythmen und Caipirinhas zu gönnen. Scherz beiseite: Wer seit seinem 15. Lebensjahr jeden Sommer und mehr gearbeitet hat, hat es sich womöglich fast selbst verdient ein Flugticket zu kaufen. Und sicherlich hilft es auch einen 30h-Flug mit Umstieg anstelle eines Direktfluges zu buchen.

War das nun die weniger einfache, endgültige Antwort? Ich glaube nicht, aber ich bin fast fertig, versprochen. Der eigentliche und ganz banale Grund, weswegen ich mich entschieden habe einen Blog zu schreiben, ist die ganz einfache Feststellung, dass ich gerne schreibe. Und es mich beruhigt und mir hilft. Und worüber will ich schreiben? Hauptsächlich wohl, nach wie vor, über mein Leben, meine Reisen, meine Hoffnungen und Träume, eben alles, was das Texterherz hergibt. Brutal ehrlich, brutal nah dran an den Geschehnissen, die euch brennend interessieren. Ich beantworte Fragen wie: Schaffe ich es tatsächlich den Gasherd ohne Verbrennungen anzuschalten? Wie rastet man möglichst unauffällig an amerikanischen Flughäfen aus? Lohnt es sich, auch Flip Flops mit nach Schweden zu nehmen?

Ihr seht: Auch in diesem Blog wird euch einiges geboten. Ich gebe alles und mehr. Und am Besten ist, wohl oder übel, die Tatsache, dass ich versuchen werde und möchte und will, diesen Blog zu einer dauerhafteren Geschichte zu machen – je nachdem, ob mein Leben genug Material für eine Fortsetzung hergibt. Beziehungsweise ich das eigentliche Material mit gängigen Tricks zu einer Fortsetzung machen kann.

Bis dahin – Hasta la vista, Baby!

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PS: Übrigens habt ihr vielleicht die topmodernen Neuerungen entdeckt – Instagram, Twitter, connecten (Achtung: Englisch, zu Deutsch: verbinden) auf allen Ebenen – das Internet ist eben doch nicht mehr für alle Neuland. Eine weiter, geplante, Neuerung wird außerdem sein, dass ich auch versuchen werde, möglichst viele Beiträge auch auf Englisch zur Verfügung zu stellen – ganz genau, so wichtig fühle ich mich.

PPS: Ich feile noch etwas an allem, neue Plattform, neue Möglichkeiten, es kann also hin und wieder zu Verzögerungen und Änderungen kommen – je nachdem wie ich und eben jene Möglichkeiten lustig sind.

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